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Frankreich hatte sich in den Autonomieverhandlungen mit Tunesien den Verbleib seiner Truppen im Land erkämpft: zum einen führte es Krieg in Algerien, zum anderen war aus der Sicht Frankreichs die Zukunft der Sahara und damit die Grenzen der Staaten im Norden und Süden längst nicht geklärt. 1958 kam es zu einem Abkommen über den französischen Rückzug, in dem jedoch die Basis in Bizerta - Frankreichs bestausbauter Marinestützpunkt im Mittelmeer - und die Präsenz im Saharagebiet ausgenommen blieben.
Bourguibas Forderung nach einem Abzug des französischen Militärs war verbunden mit der Festlegung der Grenzen im Saharabereich, für die er unter Umgehung der Franzosen Verhandlungen mit der algerischen Exilregierung und Libyen führte. De Gaulles Weigerung, in Verhandlung einzutreten, löste schliesslich die Blockade des Stützpunktes aus. Die tunesische Miliz begann im Juni 1961 die französischen Stellungen einzuschliessen, im Juli kam es zu schweren Kämpfen mit 670 Toten, aber erst im Oktober 1963 verliess Frankreich das Gebiet Tunesiens.
Zwischen 1917 und 1931 unterstützte Frankreich ein Programm, in dem knapp 1.600 französische Farmer auf ca. 250.000 Hektar Land in Marokko angesiedelt wurden. Weitere 550.000 Hektar sicherten sich meist französische Siedler in Eigeninitiative. Die Entwicklung einer kapitalintensiven, exportorientierten Agrarwirtschaft durch die Franzosen führte zwischen 1919 und 1938 zu einer Verdopplung des bebauten Landes in Marokko auf rund 4 Millionen Hektar. Der anbau von Weizen erfuhr eine enorme Ausweitung, denn der Staat förderte diese Produktion und hielt durch Zollschranken den Preis deutlich über Weltmarktniveau. Die Produktion von Weizen erreichte in Marokko allerdings selbst Jahren mit gutem Niederschlag nur etwa 900 kg pro Hektar, n frankreich lag dieser Wert bei ca. 1.500 kg pro Hektar. Dies machte die koloniale Weizenproduktion von Frankreich in Afrika unrentabel.