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Die 1898 auf dem Gebiet der heutigen Republik Kongo eingeführte Kopfsteuer verstärkte die Folgen der kolonialen Raubwirtschaft. Die einheimische Bevölkerung sah sich von zwei seiten bedrängt, wobei die Beamten und Soldaten der Kolonialverwaltung aus Frankreich nicht weniger brutal vorgingen als die Agenten der Gesellschaften und ihre Privatpolizei. Die aufbringung von Kautschuk und Elfenbein, die Steuereintreibung sowie die Zwangseintreibung von trägern und Arbeitern schädigten die traditionelle Gesellschaft und Wirtschaft in ihrem lange eingeübten Funktionieren und verringerte die Zahl ihrer Mitglieder.
Die Partei UPC hatte in Kamerun in den 1950er Jahren keine Chance, mit demokratischen Mitteln ihre Politik durchzusetzen. Zumindest bis 1956, als allgemeines wahlrecht eingeführt wurde, liessen die willkürlichen Bedingungen, unter denen Wähler zugelassen wurden, einer radikalen Gruppe keine Aussicht auf Erfolg. Ihre Sympathisanten und Mitglieder fand die UPC in den Regionen Bassa und Wuri unter den Bassa und Bamileke aus dem städtischen Proletariat. Vor allem das von Bassa bewohnte Gebiet wurde zum Zentrum des von der UPC getragenen Widerstands. Damit unterstützte genau jener Teil der Bevölkerung von Kamerun den radikalen Antikolonialismus, der am meisten unter der Kolonisierung zu leiden gehabt hatte.
Die Gründung moderner politischer Organisationen in Uganda war bis zum Zweiten Weltkrieg in erster Linie Sache der Baganda und der angehörigen des civil service. So wurde 1915 eine Young Baganda Association und 1922 eine Uganda African Civil Servants Association gegründet, die beide wesentlich durch Baganda getragen und geführt wurden. Ihre Forderungen betrafen vor allem die Beseitigung der Nachteile für afrikanische Händler und Kolonialbeamte.
Frankreich hatte sich in den Autonomieverhandlungen mit Tunesien den Verbleib seiner Truppen im Land erkämpft: zum einen führte es Krieg in Algerien, zum anderen war aus der Sicht Frankreichs die Zukunft der Sahara und damit die Grenzen der Staaten im Norden und Süden längst nicht geklärt. 1958 kam es zu einem Abkommen über den französischen Rückzug, in dem jedoch die Basis in Bizerta - Frankreichs bestausbauter Marinestützpunkt im Mittelmeer - und die Präsenz im Saharagebiet ausgenommen blieben.
Bourguibas Forderung nach einem Abzug des französischen Militärs war verbunden mit der Festlegung der Grenzen im Saharabereich, für die er unter Umgehung der Franzosen Verhandlungen mit der algerischen Exilregierung und Libyen führte. De Gaulles Weigerung, in Verhandlung einzutreten, löste schliesslich die Blockade des Stützpunktes aus. Die tunesische Miliz begann im Juni 1961 die französischen Stellungen einzuschliessen, im Juli kam es zu schweren Kämpfen mit 670 Toten, aber erst im Oktober 1963 verliess Frankreich das Gebiet Tunesiens.
Während in den 30er und 40er Jahren die Lebenshaltungskosten ständig stiegen, blieben die Löhne und die einkommen der kleinen Kakaobauern auf oder sogar unterhalb des Standes der 20er Jahre. 31 Streiks gab es in den Goldminen zwischen 1933 und 1946. Sie richteten sich gegen zu niedrige Löhne, den Auszahlungsmodus - meist wurde der Abeitslohn mit großer Verzögerung ausbezahlt -, gegen lange Arbeitszeit, schlechte Wohnbedingungen und brutale Formen der Arbeitsorganisation. Die ersten Gewerkschaften in Ghana entstanden ab 1941. Bis nach dem Weltkrieg forderten die Arbeiter primär die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen und nicht politische Veränderungen.
Zwischen 1917 und 1931 unterstützte Frankreich ein Programm, in dem knapp 1.600 französische Farmer auf ca. 250.000 Hektar Land in Marokko angesiedelt wurden. Weitere 550.000 Hektar sicherten sich meist französische Siedler in Eigeninitiative. Die Entwicklung einer kapitalintensiven, exportorientierten Agrarwirtschaft durch die Franzosen führte zwischen 1919 und 1938 zu einer Verdopplung des bebauten Landes in Marokko auf rund 4 Millionen Hektar. Der anbau von Weizen erfuhr eine enorme Ausweitung, denn der Staat förderte diese Produktion und hielt durch Zollschranken den Preis deutlich über Weltmarktniveau. Die Produktion von Weizen erreichte in Marokko allerdings selbst Jahren mit gutem Niederschlag nur etwa 900 kg pro Hektar, n frankreich lag dieser Wert bei ca. 1.500 kg pro Hektar. Dies machte die koloniale Weizenproduktion von Frankreich in Afrika unrentabel.
Die Ausgangsposition für das unabhängige Simbabwe war gekennzeichnet durch eine duale Landwirtschaft (Marktproduktion und Subsistenz), wobei der moderne Sektor für den Export Tabak, Fleisch, Zucker, Baumwolle, aber auch Mais produzierte. Gewerbe und Industrie hatten sich wegen der beträchtlichen lokalen Kaufkraft gut entwickelt. Eigene Kohle vermindert die Abhängigkeit von Erdölimporten, ein Drittel der Energie in Simbabwe kommt aus Wasserkraft.
Wichtigste Exporte des Begbausektors sind Gold, Asbest, Nickel, Kupfer, Chrom und Kobalt.
Gegenwärtig ist die Wirtschaft von Simbabwe von Engpässen gekennzeichnet, da es im Land zu Hyperinflation kommt und Importe immer schwerer finanziert werden können. Der wirtschaftliche und politische Ausblick ist aufgrund der ungeklärten Übertragung von "weiss" geführten Farmen sehr unsicher.
Die beiden politischen Gegner Mancham und René führten die Seychellen am 29. Juni 1976 in die Unabhängigkeit von Grossbritannien. Im neuen Staat wurde Mancham Präsident und René Premierminister.
Die Regierungskoalition der beiden "starken Männer" auf den Seychellen hielt allerdings nur bis zum Sommer 1977. Am 5. Juni wurde Mancham, während er zur Commonwealthkonferenz in London weilte, durch etwa 60 Bewaffnete Angehörige der Peoles United Party gestürzt und durch René ersetzt. Der gestürzte Präsident liess sich in England nieder und kam erst wieder zu Beginn der neuen Demokratisierung in den 90er Jahren zurück.