Zwischen 1917 und 1931 unterstützte Frankreich ein Programm, in dem knapp 1.600 französische Farmer auf ca. 250.000 Hektar Land in Marokko angesiedelt wurden. Weitere 550.000 Hektar sicherten sich meist französische Siedler in Eigeninitiative. Die Entwicklung einer kapitalintensiven, exportorientierten Agrarwirtschaft durch die Franzosen führte zwischen 1919 und 1938 zu einer Verdopplung des bebauten Landes in Marokko auf rund 4 Millionen Hektar. Der anbau von Weizen erfuhr eine enorme Ausweitung, denn der Staat förderte diese Produktion und hielt durch Zollschranken den Preis deutlich über Weltmarktniveau. Die Produktion von Weizen erreichte in Marokko allerdings selbst Jahren mit gutem Niederschlag nur etwa 900 kg pro Hektar, n frankreich lag dieser Wert bei ca. 1.500 kg pro Hektar. Dies machte die koloniale Weizenproduktion von Frankreich in Afrika unrentabel.
Die Ausgangsposition für das unabhängige Simbabwe war gekennzeichnet durch eine duale Landwirtschaft (Marktproduktion und Subsistenz), wobei der moderne Sektor für den Export Tabak, Fleisch, Zucker, Baumwolle, aber auch Mais produzierte. Gewerbe und Industrie hatten sich wegen der beträchtlichen lokalen Kaufkraft gut entwickelt. Eigene Kohle vermindert die Abhängigkeit von Erdölimporten, ein Drittel der Energie in Simbabwe kommt aus Wasserkraft.
Wichtigste Exporte des Begbausektors sind Gold, Asbest, Nickel, Kupfer, Chrom und Kobalt.
Gegenwärtig ist die Wirtschaft von Simbabwe von Engpässen gekennzeichnet, da es im Land zu Hyperinflation kommt und Importe immer schwerer finanziert werden können. Der wirtschaftliche und politische Ausblick ist aufgrund der ungeklärten Übertragung von "weiss" geführten Farmen sehr unsicher.
Die beiden politischen Gegner Mancham und René führten die Seychellen am 29. Juni 1976 in die Unabhängigkeit von Grossbritannien. Im neuen Staat wurde Mancham Präsident und René Premierminister.
Die Regierungskoalition der beiden "starken Männer" auf den Seychellen hielt allerdings nur bis zum Sommer 1977. Am 5. Juni wurde Mancham, während er zur Commonwealthkonferenz in London weilte, durch etwa 60 Bewaffnete Angehörige der Peoles United Party gestürzt und durch René ersetzt. Der gestürzte Präsident liess sich in England nieder und kam erst wieder zu Beginn der neuen Demokratisierung in den 90er Jahren zurück.
Ende der 1970er Jahre und beginn der 1980er Jahre veränderte eine Entwicklung die Bedingungen für soziale Konflikte auf Mauritius enorm: Durch die Inbetriebnahme neuer Kais und das Übergehen zur Zuckerverladung als Schüttgut verschwand die grösste an einem Ort konzentrierte Gruppe von Arbeitern auf Mauritius: die Hafenarbeiter, noch 3200 im Jahr 1978 zählten Ende 1980 nur noch 1300. Die Eröffnung der neuen Zuckerverladeanlage entzog der Gewerkschaft die Möglichkeit, den Hafen zu blockieren und so der Regierung mit einer Wirtschaftsblockade zu drohen. Zwei Drittel der 90000 Arbeitenden in den speziell ausgewiesenen Wirtschaftszonen auf Mauritius waren Frauen und zuletzt "importierten" die Unternehmen sogar noch billigere Arbeitskräfte aus China.
In den Anfängen der Förderung von Diamanten in Südafrika war der Abbau eine Sache von vielen kleinen Produzenten, die ihre claims mit Hilfe einiger afrikanischer Arbeiter ausbeuteten. Unter den Diamantengräbern waren auch schwarze Afrikaner und coloureds. Der Preisverfall aufgrund eines Überangebots, technische Schwierigkeiten und politischer Druck brachten die Beschränkung der Schürfrechte auf Weisse in Südafrika und eine zunehmende Konzentration der Anteile im Besitz größerer Gesellschaften. Vor dem Hintergrund ständiger politischer und militärischer Auseinandersetzungen vollzog sich die Gründung einer Firma, die heute nahezu ein Monopol in der Vermarktung und eine wichtige Stellung in der Produktion von Diamanten hat: De Beers.
Südafrika behandelte Namibia konsequent aus der vorgefundenen Situation heraus wie jede andere Kolonialmacht. an dieser Interpretation des Völkerbund-Mandates leiss etwa General Smuts, Premierminister der Südafrikanischen Union, keinen Zweifel. Arbeitsgesetze, Rassentrennung und Reservate, verbunden mit der Förderung bestimmter traditioneller Führer brachten die erwarteten Ergebnisse in Namibia. Südafrikanisches Kapital fand in Namibia geschützte Objekte für Investitionen. Es spezialisierte sich auf einige wenige Produkte und Sparten: Felle und Fleisch in der Landwirtschaft, Fischerei und Bergbau. Eine industrielle Fertigung von Konsum- und Produktionsgütern gab es kaum. Damit blieb Namibia abhängig von Importen.
Die britische Politik, die Lokalverwaltung den chiefs zu übertragen, verhalf vor allem bei den Kikuyu einer kleinen skrupellosen Elite zu Macht und Reichtum. Die chiefs unterhielten Milizen (askari), die sie beim Eintreiben von Steuern und der Rekrutierung von Arbeitskräften unterstützten, enteigneten Bauern und entschieden als Richter in Landfragen zu ihren eigenen Gunsten. Neben einer kleinen Schicht reicher Landbesitzer entstand in Kenia eine große Gruppe landloser oder beinahe landloser Bauern, die als klientel einheimischer Grundbesitzer oder als Kontraktarbeiter und squatters weisser Farmer abhängig und schlecht gestellt waren.
Länderinformationen für einen Kurzurlaub in Ägypten:
Fläche des Landes: 1001499 Quadratkilometer
Bevölkerungszahl in Ägypten: 70,0 Millionen
Hauptstadt: Kairo
Amtsprache: Arabisch
Währung in Ägypten: Ägyptische Pfund
Zeitzone: 13.00 Uhr Kairo = 12.00 Uhr MEZ
Die Kultur Ägyptens gehört zu den ältesten der Welt, die niedergeschriebene Geschichte lässt sich bis etwa 3.000 vor Christus zurückverfolgen. Ein kurzer Überblick über die einzelnen Perioden: um 3.000 vor Christus vereinen die Herrscher der ersten und zweiten Dynastie die bis dahin getrennten Teile Ober- und Unterägypten. Das folgende Alte Reich (3. Jahrtausend vor Christus) brachte die großen Pyramidenbauer, z.B. Djoser und Cheops.
Darauf folgte das Mittlere Reich, das ich in einen der nächsten Posts beschreiben werde.